Die Opfer der Colonia Dignidad werden entschädigt

17. Mai 2019

Karl-Heinz Brunner, Mitglied der Gemeinsamen Kommission zur Umsetzung des Hilfskonzepts für die Opfer der „Colonia Dignidad“ in Chile, begrüßt Einigung

Der Neu-Ulmer SPD-Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner ist erfreut, dass die Vertreterinnen und Vertreter von Bundestag und Bundesregierung heute die Einigung über ein Hilfskonzept für die Opfer der „Colonia Dignidad“ in Chile vorstellen konnten. „Ich freue mich“, so Brunner, „dass nach jahrelanger Untätigkeit und vielen Verhandlungsrunden den Opfern nun konkrete Hilfeleistungen zustehen und damit ihr erlittenes Leid Anerkennung findet. Meine Arbeit als Mitglied der Gemeinsamen Kommission zur Umsetzung des Hilfskonzepts ist damit jedoch noch nicht abgeschlossen. Wir werden die Umsetzung genau verfolgen.“

In der Anfang der 1960er Jahre gegründeten „Colonia Dignidad“ wurden Frauen, Männer und Kinder über Jahrzehnte hinweg Opfer entsetzlicher Verbrechen. In Anerkennung der erlittenen körperlichen und seelischen Verletzungen der Betroffenen und in Respekt vor der Würde des Menschen wurde das Hilfskonzept für die Opfer der „Colonia Dignidad“ entwickelt und einvernehmlich vereinbart. Mit dem Ziel, die Folgen zu mildern, die den Betroffenen aufgrund ihres Aufenthalts in der „Colonia“ und dem Missbrauch durch den Sektenführer Paul Schäfer entstanden, wurde ein Hilfsfonds für Individualleistungen eingerichtet. So sind finanziellen Leistungen an die Opfer bis zu insgesamt 10.000 Euro pro Person vorgesehen. Die Leistungen aus dem Fonds umfassen insbesondere die Handlungsfelder Gesundheit und Pflege sowie Bildung und Arbeit. Die Kostenübernahmen erfolgen grundsätzlich fallbezogen und bedarfsabhängig.

PM Brunner Colonia Dignidad (PDF)