Leichtere Einbürgerung von NS-Verfolgten und deren Nachkommen ermöglichen

31. Juli 2019

Brunner begrüßt Vorhaben der Bundesregierung, per Erlass Einbürgerungen zu erleichtern: „Es geht darum, Menschen einen Teil ihrer Identität zurückzugeben, der ihnen geraubt wurde.“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner unterstützt nachdrücklich die Pläne der Bundesregierung, NS-Verfolgten und deren Nachkommen die Einbürgerung zu erleichtern. Nach geltendem Recht können Menschen, die von den Nazis ausgebürgert wurden, ihre deutsche Staatsbürgerschaft zurückerhalten. Schwieriger ist dies allerdings für Personen, die vor der Verfolgung fliehen konnten und ihre Staatsbürgerschaft abgelegt hatten sowie für deren Nachkommen. „Heute jedoch sehen viele dieser Menschen Deutschland als einen Teil ihrer Identität und wollen diese auch annehmen“, wie Brunner betont. „Wir sollten ihnen dies unkompliziert ermöglichen.“

Dies sei eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Junge jüdische Menschen aus Israel und der ganzen Welt kämen nach Deutschland, weil sie es als einen Teil ihrer Geschichte und ihrer Heimat wahrnähmen. „Sie kommen als Reisende oder zum Studieren und Arbeiten. Es wäre ein schönes Zeichen, wenn sie das Angebot hätten, auch die Staatsbürgerschaft anzunehmen“, so Brunner weiter. „Diese Menschen sind keine Bittsteller. Es ist an uns, die Hand auszustrecken und zu sagen: Das ist Eure Heimat, ihr gehört zu uns!“

Der Abgeordnete verwies darauf, dass Juden Deutschland und Europa über Jahrhunderte mitgeprägt und voran gebracht hätten. „Angesichts der furchtbaren Verbrechen der Nazis kann es für unser Land doch keinen größeren Vertrauensbeweis geben, als den Wunsch dieser Menschen, hier zu sein“, so Brunner abschließend. „Wir können das Damalige nicht rückgängig machen, aber wir können heute das Richtige tun. Dies sollte Ehrensache sein.“

PM Brunner Einbürgerung NS-Verfolgte (PDF)

Teilen