Inklusionsfirmen entlasten den Sozialstaat

Irseer Kreis Versand gGmbH

17. Mai 2021

Im Rahmen der „Informationswochen der Inklusionsunternehmen“ besuchte der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner die Irseer Kreis Versand gGmbH

Von nur ein paar Mitarbeitenden und wenigen Artikeln zu 70 Mitarbeitenden mit mehr als 12.000 Artikel im Sortiment innerhalb von etwas mehr als 30 Jahren – das mittelständischen Versandhandelsunternehmen Irseer Kreis Versand gGmbH ist eine Erfolgsgeschichte. Es ist nicht irgendein Unternehmen, sondern ein Inklusionsunternehmen, welches der SPD-Bundestagsabgeordnete im Rahmen der „Informationswochen der Inklusionsunternehmen“ besuchte.

Inklusionsunternehmen bedeutet, dass es dauerhaft auf einem großen Anteil seiner Arbeitsplätze Menschen mit Behinderung beschäftigt. Von den 71 Mitarbeitenden der Irseer Kreis Versand gGmbH, sind es sogar 55 Mitarbeitende mit einer psychischen Beeinträchtigung.

IKV Besuch 2021
von links: IKV-Geschäftsführer Bertram Sellner, MdB Karl-Heinz Brunner, stellvertretende IKV-Geschäftsführerin Eva Dobner.

Bei seinem Besuch verschaffte Brunner sich einen Einblick in das Unternehmensmodell. Irseer Kreis Versand Geschäftsführer Bertram Sellner berichtete gemeinsamen mit seinem engsten Team von der Geschichte des Unternehmens und den zahlreichen Erfolgen. „Wir bieten in unserem Unternehmen sozialversicherungspflichte Arbeitsplätze mit tariflicher Vergütung für Menschen, die auf Grund ihrer psychischen Beeinträchtigung in anderen Unternehmen kaum eine Chance erhalten. Ebenso bieten wir Arbeitsplätze für oft sehr früh berentete, psychisch kranke Menschen an, damit sie sich so ihren Lebensunterhalt sichern können, “ erklärte Sellner wofür Inklusionsunternehmen stehen. Seine klare Botschaft lautete: „Beschäftigung ist die beste Therapie für die Menschen, die früher, ohne festen Arbeitsplatz, regelmäßig in der Klinik waren und die bei uns nun eine wichtige Rolle spielen. Nicht nur deswegen haben inklusive Unternehmen einen volkswirtschaftlichen Wert. Sie entlasten den Sozialstaat.“

Brunner unterstützte diesen Ansatz: „Die Irseer Kreis Versand gGmbH ist ein tolles Beispiel dafür, dass auch ein Unternehmen, das im Wettbewerb der freien Wirtschaft steht, Menschen mit Behinderung einen sicheren und fair bezahlten Arbeitsplatz bieten kann. Ebenso begrüße ich es, dass hier Menschen zur Fachkraft für Lagerlogistik ausgebildet werden.“ Er versprach, sich für eine bessere Anerkennung von Inklusionsunternehmen beim Wirtschaftsministerium einzusetzen und zum Beispiel die Teilnahme an Wirtschaftsprogrammen zu ermöglichen. Auch zur Finanzierung aus Mitteln der Ausgleichsabgabe, von Unternehmen, die keine Menschen mit Behinderung einstellen, will Brunner nun weitere Gespräche in Berlin führen.

Abschließend führte der Geschäftsführer Sellner den Abgeordneten durch das Unternehmen und stellte das kollegiale Arbeiten vor. Selbst bei dem raschen Rundgang war das familiäre Inklusionsklima deutlich zu spüren.

PM Brunner Irseer Kreis (PDF, 128 kB)

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