Abrüstung sichert die Zukunft der Menschheit

Karl-Heinz Brunner
Brunner

24. Oktober 2019

Zum Beginn der Abrüstungswoche der Vereinten Nationen wirbt Karl-Heinz Brunner, abrüstungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, dafür, weltweit für Abrüstung einzutreten und die Bemühungen um eine friedliche Welt zu intensivieren

30 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges hat sich die Hoffnung auf eine atomwaffenfreie Welt leider nicht erfüllt. Im Gegenteil ist die heutige Weltlage zunehmend instabil und die internationalen Beziehungen vielfach beschädigt. Brunner stellt fest: „Wir merken, dass populistische Kraftmeierei und nationalistische Alleingänge in gefährliche Sackgassen führen. Auch in der internationalen Diplomatie gibt es einen Klimawandel, den wir bekämpfen müssen."

Zentral sei dafür, jede Gelegenheit zum Dialog wahrzunehmen. Dies müsse auch gegenüber Staaten wie Russland oder Iran gelten. „Ganz egal wie tiefgehend Meinungsverschiedenheiten sind. Wir dürfen niemals zulassen, dass der Gesprächsfaden abreißt“, so Brunner. Auch die Abrüstungsverträge im Kalten Krieg waren seinerzeit unwahrscheinlich gewesen. Dennoch hätten fortgesetzte Gespräche sie möglich gemacht.

Brunner begrüßt in diesem Zuge die Bemühungen der deutschen Außenpolitik, angeführt von Heiko Maas. Dieser hat Abrüstung für die Dauer der deutschen Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat zur Priorität gemacht und mehrere Initiativen angestoßen. Jedoch sei nicht nur die Politik gefordert: „Ich will auf Abrüstung aufmerksam machen, damit sie auch öffentlich eine tragende Rolle spielt. Eine große internationale Friedensbewegung wird heute genauso gebraucht, wie im Kalten Krieg.“ Dabei beschränkt sich Abrüstung nicht auf Atomwaffen. Auch anderswo müsse es laut Brunner Fortschritte geben: „Mittlerweile sind Technologien möglich, die vor kurzem noch Science Fiction waren. Wir reden von Killerrobotern und gentechnisch designten Biowaffen, von Cyberangriffen, die alles treffen können, was vernetzt ist, und von Hyperschallwaffen, die sich so schnell bewegen, dass sie kaum abzuwehren sind.“ All dies betrifft die gesamte Menschheit. „Abrüstung heißt in diesem Fall, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Wir müssen klarstellen, dass wir solche Waffen nicht wollen und entsprechend handeln, bevor es zu spät ist“, so Brunner abschließend.   Weitere Information zur Abrüstungswoche: Die Abrüstungswoche wird seit 1978 jährlich begangen. Ihr Beginn fällt – klug gewählt – auf den 24. Oktober, den Jahrestag der Gründung der UN. Sie ist ein Symbol für die zentrale Bedeutung, die Abrüstung für die gesamte Menschheit hat und dient dazu, die Thematik weltweit ins öffentliche Licht zu rücken und Abrüstungsinitiativen zu unterstützen. Weitere Informationen gibt es hier.

PM Brunner Abrüstungswoche (PDF)

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