Voller Erfolg mit Hannelore Kraft

02. September 2013

Die wochenlange Planung vieler Ehrenamtlicher hat sich gelohnt: 1.500 Bürgerinnen und Bürger besuchten das Familien-Sommerfest der SPD auf dem Petrusplatz. Bei gutem Wetter ließen sich die Besucher Gegrilltes und Cocktails schmecken und lauschten der Big Band der Nersinger Musikhochschule. Hannelore Kraft folgte der Einladung von Dr. Karl-Heinz Brunner und Hilde Mattheis und besuchte das Sommerfest am Petrusplatz, um zu und mit den Bürgern der Region zu sprechen.

Lange bevor Kraft eintraf, waren die Bierbänke bereits gefüllt. Das Publikum freute sich, als die Ministerpräsidentin von NRW und stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD die Bühne betrat. Obwohl sie selbst nicht kandidiert, unterstützt sie, als beliebte SPD-Politikerin, den Wahlkampf im schwarzen Bayern und machte Mut: „Ich bin der lebende Beweis, dass Umfragewerte nicht immer die Realität widerspiegeln. Auch wenn die Medien es so darstellen, als hätte die SPD keine Chance: Gewählt wird im September.“

Hannelore Kraft wollte klarmachen, dass es entgegen der Meinung Vieler sehr wohl einen Unterschied macht, wo der Wähler sein Kreuzchen setzt. Mit klaren und verständlichen Worten erklärte sie konkret, wofür die SPD und ihr Kanzlerkandidat Peer Steinbrück stehen. Kraft ging auf das zentrale Thema Bildung ein. Für ein Industrieland wie Deutschland, das an Fachkräftemangel und sinkender Geburtenrate leide, sei es dramatisch, dass 20 Prozent eines jeden Jahrganges die Schule ohne Abschluss verließen. Hier müssten Präventivmaßnahmen greifen und in Kita-Plätze, Ganztagesbetreuung, aber auch in Schulsozialarbeiter investiert werden. Das sei nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch der Wirtschafts- und Finanzpolitik. „Wir wollen, dass die Menschen von Ihrer Arbeit leben können.“, erklärte Kraft. Mit dem geforderten Mindestlohn von 8,50 € sprach die stellvertretende Bundesvorsitzende gleichzeitig das Rentenproblem an. Denn Erwerbsarmut führe unumgänglich zur Altersarmut. Wer faire Löhne erhält, hat auch eine bessere Rente.

Um die Zwei-Klassenmedizin abzuschaffen fordert Kraft eine Bürgerversicherung. Dass die SPD außerdem für eine Steuererhöhung steht, verschwieg die Ministerpräsidentin nicht. Paare, die über ein Brutto-Einkommen von mehr als 250 000 Euro verfügen, sollen den Spitzensteuersatz von 49 Prozent bezahlen. Immer wieder erzählte sie von Sorgen und Nöten der Menschen, mit denen sie persönlich gesprochen hat. „Wir müssen uns die Themen nicht ausdenken, die Themen kommen zu uns. Die Wähler wollen wissen, was die SPD für sie tun kann.“, erklärte Kraft. Die Zuhörer spürten, dass Kraft eine ist, die wirklich zuhört und sich für die Menschen interessiert und nicht nur Politik verkündet. Kraft machte in Ihrer Rede immer wieder deutlich, dass Gemeinschaft in der SPD nicht nur eine leere Worthülse ist. Dass eine Gebärdendolmetscherin alles übersetzt hat, gibt ihr Recht.

Am Ende ihrer Rede überreichte die Ministerpräsidentin sechs jungen SPD-Neumitgliedern das Parteibuch und erklärte, dass ein Beitritt zur SPD, mit ihrer 150 jährigen Historie Stolz macht, aber auch Verantwortung mit sich bringt. Zum Publikum sagt sie: „Nicht jeder muss die Partei von innen unterstützen. Ein Kreuz an der richtigen Stelle reicht oft auch.“ Im Anschluss an ihre halbstündige Rede mischte sie sich ohne Berührungsängste unter die Zuhörer.

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