Schwusos in Schwaben erfolgreich gegründet

02. Dezember 2014

Für mehr Farbe, Toleranz und Miteinander in Schwaben

„Am vergangenen Samstag, den 29.11.2014, ist Bayern ein bisschen bunter geworden.“, so äußerte sich Karl-Heinz Brunner zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Schwulen, Lesben und Transgendern (kurz Schwusos) der SPD in Schwaben.

Die Gründungsversammlung am vergangenen Samstag fand im Beisein des Bundestagsabgeordneten Karl-Heinz Brunner, des Landtagsabgeordneten und SPD-Bezirksvorsitzenden Linus Förster, sowie der Schwusos-Landesvorstände Michael Blödel und Gertrud Fetzer-Wenngatz in Neu-Ulm statt.

Brunner berichtete von seinen Erfahrungen aus Berlin und machte klar, dass die Gründung der Schwusos in Bayern für ihn eine Herzensangelegenheit sei:

„Wir sind noch weit von einem vollständig normalen und unbefangenen Umgang mit LGBTQ-Personen in unserer Gesellschaft entfernt. Leider ist unser Koalitionspartner in Berlin auch nicht bereit so schnell mit uns voranzuschreiten, wie wir uns das als SPD wünschen würden. Gerade deshalb sind die Schwusos eine wichtige Erinnerung und Ermahnung für uns alle für die vollständige Gleichstellung weiterzukämpfen. Ich werde in Berlin meinen Teil leisten – im Moment engagiere ich mich dafür endlich die nach dem Artikel §175 in Deutschland Verurteilten vollständig zu rehabilitieren. Diese Menschen müssen mit ihrem Staat versöhnt werden.“

Linus Förster merkte an, jeder der meine, die Gründung der Schwusos sei inzwischen überflüssig, der irre. „Nicht überall ist Berlin-Mitte. Es gibt noch viel zu tun, in der SPD aber vor allem auch in der Gesellschaft.“

Zum Vorstand der Schwaben Schwusos wurde Michael Frech gewählt, Patrick Steiner zu seinem Stellvertreter. Karl-Heinz Brunner übernimmt einen Beisitzer-Posten, während weitere Posten für zukünftige Mitstreiter offen gehalten werden sollen, insbesondere weibliche. Frech, der sich über Jahre bei der AIDS-Hilfe und dem CSD Verein Ulm / Neu-Ulm engagiert hatte und inzwischen Inhaber der Bar „Don’t Tell Mama“ in Neu-Ulm ist, äußerte sich kämpferisch: „Wir wollen für Toleranz und Akzeptanz kämpfen und zwar für alle Bevölkerungsgruppen, nicht nur die LGBTQ-Community.“

„Die Schwusos“, so Brunner, „sind ein guter Rahmen um generell für mehr Offenheit und Verständnis – für mehr Miteinander – zu werben.“ Dies würde vor allem am Welt-AIDS-Tag, dem 1. Dezember, deutlich. Zwar dürften die Themen Homosexualität und HIV/AIDS nicht - wie es so oft geschehe - in einen Topf geworfen werden. Aber gerade die LGBTQ-Community habe in diesem Feld viel geleistet und zeige dem Rest der Gesellschaft nicht selten, wie ein offener und nicht ausgrenzender Umgang aussehen kann.

Für dieses Engagement suchen die Schwusos um Michael Frech weitere Mitstreiter – egal ob hetero, schwul, lesbisch, transsexuell oder eine andere Orientierung. Sie können sich jederzeit bei Patrick Steiner im Wahlkreisbüro Karl-Heinz Brunner in Neu-Ulm melden (karl-heinz.brunner.wk01@bundestag.de).

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