Karl-Heinz Brunner: Entsetzen über Äußerungen von Imkamp und Ferber bei CSU-Europawahlkampfveranstaltung

22. Mai 2014

„Die CSU nimmt es offensichtlich ernst, AfD und NPD den rechten Rand bei der Europawahl streitig zu machen.“, so äußerte sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner nach Bekanntwerden einiger Äußerungen von CSU-Europakandidaten Markus Ferber und Prälat Dr. Wilhelm Imkamp.

Grundsätzlich sei es notwendig, dem Europawahlkampf mehr Raum und Feuer zu geben, so Brunner. Die Verunglimpfung des Spitzenkandidaten der europäischen Sozialisten und Sozialdemokraten Martin Schulz als „diesem Buchhändler aus Würselen“, sowie der Sozialdemokratie als Teil ominöse „linker Kräfte“, die christliche Grundwerte zerstörten und gar verfolgten, sei aber nicht hinnehmbar.

Äußerungen wie „Zu einem guten französischen Politiker gehört der Ehebruch als Leistungssport“ zerstörten letztlich vor allem die Integrität des Prälaten selbst und jener CSU-Politiker, die bei einer solchen Diffamierung des Nachbarn und des europäischen Geistes schweigend danebensitzen.

Wer von einer „sozialistischen Verfolgung des Christentums“ und dem Streben nach einem „christenfeindlichen Europa“ spreche, sei nicht nur geschichtsvergessen, sondern beleidige das Erbe all jener Sozialdemokraten, die in über 150 Jahren für Freiheit und Demokratie gekämpft und zum Teil gestorben seien.

In einer Zeit, in der der neue Papst Franziskus so viel Gutes für das Ansehen der katholischen Kirche und ihrer Glaubwürdigkeit tue, seien dies erschreckende Zeichen des Prälaten und einer dem Namen nach „christlichen“ Partei. „Bei solchen Äußerungen sehe ich mich darin bestätigt, dass jene Christen und Katholiken, denen es um wirkliche christliche Werte, wie Nächstenliebe, Wahrheit und Toleranz geht, bei den Sozialdemokraten besser aufgehoben sind.“, so Brunner.

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